Regenbogenpark und Regenbogenparade: Wien setzt Zeichen für gleiche Rechte

Regenbogenpark und Regenbogenparade: Wien setzt Zeichen für gleiche Rechte

Beratung, Festprogramm und Austausch von 16. bis 18. Juni im Sigmund-Freud-Park – Regenbogenparade startet am 18. Juni um 15 Uhr
Wien (OTS) – „Wien setzt auch heuer wieder ein Zeichen für gleiche Rechte für Lesben, Schwule, Intersex- und Transgender-Personen. Dafür sind die Regenbogenfahnen am Wiener Rathaus ein weithin sichtbares Symbol“, betonten Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Die Grünen), Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) und HOSI-Wien-Obmann Christian Högl am Donnerstag: Vor dem jährlichen gemeinsamen Hissen der Regenbogenfahnen am Haupteingang wurde auf einer gemeinsamen Pressekonferenz über den Regenbogenpark und die Wiener Regenbogenparade informiert.

„Die Parade steht heuer unter dem Motto ‚Grenzen überwinden‘“, erklärte Högl, „Natürlich soll damit einerseits das Flüchtlingsthema angesprochen und darauf hingewiesen werden, dass Menschen in vielen anderen Ländern aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität verfolgt werden. Aber wir wollen damit auch die Geschlechtergrenzen an sich thematisieren und ganz generell auf Ausgrenzungen hinweisen.“

„Bei der Routenführung der Parade mussten wir diesmal einerseits auf den ‚Marsch für Jesus‘ Rücksicht nehmen, der vor uns über die Ringstraße zieht. Mit dessen Organisatoren haben wir jedoch einen guten Kompromiss gefunden, der bedingt, dass wir heuer wieder in Fahrtrichtung marschieren werden. Anderseits werden wir aufgrund der Sperre am Universitätsring, die der Übertragung der Fußball-EM geschuldet ist, diesmal einen Teil unserer Ring-Umrundung über die Zweierlinie führen. Der Zuspruch zur Parade ist beeindruckend: 20 große Trucks und viele andere Wägen und Fußgruppen haben sich angemeldet, sodass wir neuerlich mit einem Besucherrekord rechnen.“

„Neu ist der Regenbogenpark, der dieses Jahr zum ersten Mal stattfindet und im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche seine Zelte aufschlagen wird. Es wird, ähnlich wie beim Pride Village in den letzten Jahren, Infostände von Organisationen und Einrichtungen der LSBTI-Community geben, und auf der Festbühne wird es neben kurzen Ansprachen Freitag und Samstag auch ein umfangreiches Musikprogram mit nationalen und internationalen Beiträgen geben“, ergänzte Christian Wendler, Mitglied des Regenbogen-Organisationsteams.

„Wien ist eine lebendige, weltoffene Stadt, die Gleichstellung lebt. Die Regenbogenparade ist dafür ein sichtbares Zeichen. Wien hat auf dem Weg zur Gleichstellung viel geschafft, trotzdem haben wir noch viel vor uns. Die vollkommene Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Intersex- und Transgender-Personen auf Bundesebene ist längst überfällig. Wir wollen, dass Lesben und Schwule heiraten dürfen und Hetero-Paare auch den Zugang zur Eingetragenen Partnerschaft bekommen. Wir wollen das so genannte Levelling-up beim Diskriminierungsschutz, damit sich Lesben, Schwule und Transgender-Personen auch gegen Diskriminierung außerhalb der Arbeitswelt rechtlich wehren können“, so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Stadträtin Sandra Frauenberger berichtete über den Jahresschwerpunkt der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und Transgender-Lebensweisen: „Wir treiben in Wien die Gleichstellung von Lesben, Schwulen Intersex- und Transgender-Personen voran. Vor kurzem haben wir den Startschuss für das österreichweit erste Regenbogenfamilienzentrum gegeben, das in Wien-Margareten ein Ort der Vernetzung und Beratung sein wird. Leider ist auch in unserer Stadt Homophobie und Diskriminierung ein Thema, 30 Prozent der Lesben, Schwulen, Intersex- und Transgender-Personen haben bereits Übergriffe im öffentlichen Raum erlebt. Dem treten wir als Stadt entschieden entgegen: Wien ist eine bunte Stadt der Vielfalt!“

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